Eine Wahrscheinlichere dagegen besagt, dass sich einheimische Katzen mit den Schiffskatzen der skandinavischen Einwanderer gepaart haben. Dies würde ihnen die verblüffende Ähnlichkeit mit der Norwegischen Waldkatze erklären. Jedoch soll es nach neuesten Erkenntnissen gar keine einheimischen Katzen in Nordamerika gegeben haben. Enstammt die Maine Coon demnach vielleicht aus Norwegischen Waldkatzen, bei denen die Natur in den kalten Wintern Nordamerikas nur die kräftigsten, zähesten und größten Katzen unter ihnen überleben ließ? Wir wissen es bis heute nicht ganz genau.
Aussehen
Die Maine Coon ist die größte domestizierte Katzenrasse überhaupt. Sie hat einen langgestreckten, muskulösen Körper, der auf hohen Beinen steht und insgesamt einen rechteckigen Eindruck vermittelt. Der Schwanz sollte lang und dicht beharrt sein, und mindestens bis in den Nacken reichen. Die Schnauze sollte eine gute Länge aufweisen, aus allen Richtungen kantig aussehen und mit einem kräftigen Kinn versehen sein. Die Nase ist leicht gebogen. Die Augen sind groß, rund, leicht schräg gesetzt und vermitteln oftmals einen leicht eulenhaften Eindruck. Die Ohren werden groß und möglichst spitz zulaufend gewünscht. Ohrenpinsel verstärken diesen Eindruck, sind aber kein Muss. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Maine Coon Standard.
Wesen
Trotz ihres imponierenden Aussehens, welches erst im Alter von 3-4 Jahren entsteht, besitzt die Maine Coon einen sehr ausgeglichenen, gutmütigen Charakter. Sie ist souveräner als Hauskatzen, nicht so phlegmatisch wie eine Perser und nicht mit einer extrem temperamentvollen Siam zu vergleichen. Langweilig ist sie aber überhaupt nicht. Maine Coon´s lieben die Geselligkeit und vertragen sich in der Regel gut mit anderen Katzen. Sie kommen aber auch mit einem Hund aus, sofern dieser kein Katzenhasser ist. Ihren Menschen lieben sie über Alles, wenn er sie richtig behandelt. Es gibt so anhängliche Tiere, die ihrer Bezugsperson auf Schritt und Tritt folgen. Zumindest legen sie sich so hin, dass sie "ihren Menschen" im Visier haben und jede seiner Handlungen mit bekommen. Ihr Mensch hat für sie eine größere Bedeutung als ihr Umfeld.
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Neugierig wie alle Katzen, werden sie Ihnen bei der Arbeit gern zur Hand gehen. Ob beim Betten beziehen, beim Staubwischen, überall wird sie Ihnen ihre Hilfe anbieten. Jeder Karton der ausgepackt wird, ist interessant und wird anschließend zum Spielzeug umfunktioniert. |
Wie alle domestizierten Katzen läßt sich auch die Maine Coon bis zu einem bestimmten Grad erziehen. Dies lässt sich jedoch ausschließlich mit viel Liebe und noch mehr Geduld und Konsequenz erreichen.
Niemals mit Schläge - damit würden Sie gar nichts erreichen - im Gegenteil, Ihre Katze würde scheu, ängstlich, verhaltensgestört und erlitt einen nie wieder gutzumachenden seelischen Schaden.
Haltung
Bitte halten Sie keine Maine Coon alleine, wenn Sie ganztägig berufstätig sind oder viel von zu Hause fort sind. Das kleine Kätzchen würde seelisch verkümmern. Nehmen Sie lieber noch eine zweite Katze dazu, auch ein Hauskätzchen aus seriösen Händen, wenn Sie sich keine zweite Maine Coon leisten können oder wollen. |
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Am Wohlsten fühlt sich die Katze bei Ihnen, wenn ihr möglichst viel Wohnraum gehört. Ein kleines Reich, ohne abgeschlossene Türen, das ist ihr kleiner Traum.
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Sie können sie bei jedem Wetter in den ausreichend hoch eingezäunten Garten lassen. Allerdings sollten sie langsam an niedrige Temperaturen gewöhnt werden. In der Natur übersteht die Maine Coon dann auch sehr niedrige Temperaturen. Es reicht ihr aber auch durchaus vom gesicherten geöffneten Fenster oder Balkon die weite Welt zu beobachten. |
Eine Maine Coon kann sehr gut an ein Katzengeschirr oder an Autofahrten gewöhnt werden. Wichtig ist, dass Sie ihre Katze regelmäßig gegen Katzenschnupfen-, -seuche und Leukose impfen lassen. In Tollwutbezirken oder wenn die Katze ausgestellt werden soll, ist eine Tollwutimpfung obligatorisch. Die Fellpflege ist völlig problemlos. Es reicht vollkommen aus die Katze einmal wöchentlich gut durchzukämmen. Die aufwendige Fellpflege einer Perser kann man mit der einer Maine Coon keinesfalls vergleichen. Jeder Züchter wird es Ihnen gerne zeigen, wie eine Maine Coon gekämmt wird. Niemals darf der buschige Schwanz stark gekämmt werden, da er keine Unterwolle besitzt und man nur die Grannenhaare herausreißen würde! Die Folgen wären verheerend. Binnen kurzer Zeit wäre die buschige Pracht dahin und es dauert ein ganzes Jahr, bis die Schwanzhaare nachgewachsen sind! Über die Fütterung Ihres kleinen Familienzuwachses werden Sie vom Züchter einen Futterplan erhalten und einige Tips bekommen, denn jedes Jungtier hat seine Vorlieben, genau wie der Mensch.
Quelle:http://www.of-loveliness.de/
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